Vorstellung der synthetischen Keramik NORITAKE

Für die Herstellung des Grundstoffes der Zahntechnikkeramik sind zweierlei Methoden bekannt:
   1. Aus natürlichem Feldspat und aus Leucit.
   2. Wir schaffen synthetischen Feldspat aus chemischen Zusammensetzungen, aus Ionen.

Wie schon der Überschrift zu entnehmen ist, wählte das Unternehmen NORITAKE die zweite Möglichkeit zur Herstellung von Keramik. Dieses Porzellan entsteht aus synthetischen Stoffen der Güteklasse I entsprechend der japanischen Norm JIS. Dank dieser synthetischen Herstellung erhält man eine Keramik, deren Farbe, Wirkungsfaktoren der Wärmeausdehnung und Materialstruktur stabil sind, so dass - im Gegensatz zur Keramik aus natürlichen Grundstoffen - die Durchführung von mehreren Brennvorgängen ohne Farbänderungen, Risse, und größere Formveränderungen möglich wird.

Dank der dem natürlichen Zahn sehr nahekommenden Härte ist das Material auf dem Keramikmarkt eine der "weichsten" Keramiken mit einem hohen Schmelzpunkt. In der patientenorientierten Zahntechnik ist das eine sehr wichtige Eigenschaft, denn mit dem Einsatz dieser Keramik kann der schnellen Abnutzung von antagonistischen Zähnen und späteren Kiefergelenkproblemen vorgebeugt werden. Daneben ist auch die Ausarbeitung des Zahnersatzes für den Zahntechniker leichter.

Die Verwendbarkeit dieser Keramik ist unbegrenzt, da nicht nur traditionelle Metallkeramik daraus hergestellt werden kann, sondern auch Jacketkronen, Keramik-Inlay-Onlay sowie Keramik-Verblendungen (Lamina, Veeners).
Auch bei der Auswahl der Metalle stoßen wir auf kein Hindernis, denn mit Edelmetallen kann die Keramik ebenso gut verarbeitet werden wie mit Nicht-Edelmetallen.

 

Polyglas BelleGlass

In Ungarn kauften wir mit als Erste das in den USA schon seit acht Jahren genutzte System, durch dessen Nutzung ästhetischere Inlays und Onlays können bzw. Inlay-Inlay-Brücken bis hin zu dreigliedrigen metallfreien Brücken angefertigt werden.

Bei den Überbrückungen nutzen wir einen speziellen Polyethylen-Faden zur Verhinderung von eventuellen Brüchen. Ein großer Vorteil von BelleGlass ist, dass die Wärmeausdehnung und die Abnutzung des Materials mit der natürlicher Zähne übereinstimmt, dass es auf chemische Einwirkungen ähnlich reagiert wie der eigene Zahn.

Dank drei unterschiedlichen Polymerisationsverfahren (Licht, Wärme, Druck) wird ein sehr hoher Polymerisationsgrad (98,5%) erreicht, so dass keine freien Monomere darin verbleiben, die eventuell die weichen Gewebe des Mundes irritieren könnten.

Indikationen:
  - Inlays/Onlays (Einlagen)
  - Inlay-Brücken (Maryland; California)
  - Kronen
  - kleine Brücken

Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen schlage ich in der Frontregion den Einsatz von Belleglass-Material nicht vor, denn seine Lichtaufnahmefähigkeit ist nicht so gut wie die der eigenen Zähne oder des Porzellans. Für das Auge eines Laien ist sie gut genug, doch aus fachlicher Sicht ist sie zu beanstanden.

 

Zirkon

Im März 2003 begann ich als einer der Ersten mit aus dem Grundstoff Zirkonium-Dioxid gefertigten Konstruktionen zu arbeiten. Indem ich die Vorteile und Nachteile der verschiedenen Technologien im Laufe der Arbeit kennen lernte, erwarb ich viel Erfahrung bei der Anfertigung der Zirkonium-Dioxid-Arbeiten. Infolgedessen entschied ich mit einem System zu arbeiten zu beginnen dass durch einen industriellen Background (Entwicklung, Anfertigung) gestützt ist. Dessen Vorteile sind die sehr hohe Passgenauigkeit, die einwandfreie Materialqualität, die Bruchsicherheit usw. … Das heißt, eine dauerhafte Qualität!

Heute werben die verschiedensten Unternehmen für mit unterschiedlichen Technologien und aus vielerlei Grundstoffen angefertigten Zahnersatz und fertigen den Zahnersatz dementsprechend an. Der Grundstoff ist sehr wichtig, denn der Fachbegriff "Zirkon" deckt sehr viele Arten von Stoffen ab und auch die Zahnärzte und Zahntechniker kennen sich in diesem Bereich häufig nicht aus. Es ist demnach sehr wichtig, die Referenzen, die Herstellungsweise, die genaue Zusammensetzung des gegebenen Materials zu kontrollieren, bevor es aus der Angebotspalette gewählt wird. Andernfalls kann man bei der Nutzung große Überraschungen erleben.

Bei den von mir gefertigten Arbeiten ist der Fertigungsablauf der folgende:
- der Zahnarzt bereitet die Zähne des Patienten vor und sendet den Abdruck in das zahntechnische Labor.
- nach der Herstellung des Modells digitalisieren wir mit Hilfe eines Laser-Scanners die Abbildungen des Mundes.
- im grafisch sichtbaren Mund planen wir mit Hilfe der Software den anzufertigenden Zahnersatz.
- diesen senden wir zu einem im Ausland befindlichen Fräszentrum, wo er binnen weniger Tage aus dem erbetenen Material herausgearbeitet wird.
- nachdem das fertige Gerüst per Express in das Labor gebracht wurde, baue ich mit Hilfe der Verblendkeramik die in dem gegebenen Mund charakteristische Zahnstellung, die Zahnform und die Zahnfarbe.
- die fertige Arbeit wird vom Zahnarzt in den Mund des Patienten ein eingeklebt.

Vorteile:
- mikroskopische seitliche Passgenauigkeit
- Lichtdurchlässigkeit
- Metallfreiheit
- hohe Biegefestigkeitswerte
- keine Risse, Brüche, Blasenbildung, keine inneren Spannungen
- eine Metallallergie ist ausgeschlossen
- biokompatibel
- der Organismus wird nicht belastet
- industrieller Background - dauerhafte Qualität

Der große Vorteil der per Computer hergestellten präzisen Zirkon-Gerüste ist - über die Metallfreihit hinaus - der hohe Biegefestigkeitswert (1200 Mpa), dem zu verdanken ist, dass der Zahnersatz - bei normaler Nutzung - unzerbrechlich ist. Die Zirkon-Gerüste verblende ich mit dem Keramikmaterial "Cerabien CZR" des Unternehmens Noritake.

 

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